Trockene Kopfhaut und Schuppen mit Hausmittel bekämpfen

Rund 30 Prozent aller Frauen und 20 Prozent der Männer leiden unter Schuppen und der damit verbundenen trockenen Kopfhaut. Anti-Schuppen-Shampoos versprechen zwar Linderung, helfen aber nur selten nachhaltig. Um diesen unangenehmen Zustand dauerhaft loszuwerden, stehen Ihnen eine Fülle von Hausmitteln zur Verfügung. Der Großteil davon findet sich in jeder gut sortierten Küche.

Feuchtigkeit ist wichtig

Die meisten Betroffenen besitzen eine extrem trockene Kopfhaut. Gründe dafür finden sich im zu häufigen Waschen der Haare mit Seife. Sie zerstört die natürliche Fettschicht der Epidermis und entzieht ihr Wasser. Um diesem Umstand entgegenzuwirken, sollten Sie sich mit Ölivenöl verwöhnen. Massieren Sie es einfach in die Kopfhaut ein und lassen Sie es so lange als möglich wirken. An einem regenreichen Sonntag nach dem Aufstehen einreiben und erst abwaschen, wenn Sie zu einem Spaziergang aufbrechen oder ins Bett gehen. Der Ölfilm legt sich über die betroffenen Stellen und verschließt etwaige Risse in der Haut. Der Juckreiz verschwindet und Sie kratzen sich nicht weitere Schuppen auf.

Zitronenduft und Eigelb

Das Ei dem Haar Glanz verleiht, wusste man schon zu Urgroßmutters Zeiten. Pressen sie den Saft einer frischen Zitrone aus und mischen sie ein Ei darunter. So stellen Sie einfach und preiswert ein Shampoo für Schuppengeplagte her. Die Mixtur gleichmäßig auftragen, mindestens eine Viertelstunde einwirken lassen und anschließend ausspülen. Wichtig ist generell, nicht zu heißes Wasser für die Haarwäsche zu nutzen. Lauwarme Duschen sind weniger reizend für die ohnehin schon strapazierte Kopfhaut. Wenn Sie gerade kein Ei zu Hand haben, tut es übrigens auch purer Zitronensaft. Verteilen Sie ihn am Haaransatz und lassen ihn einziehen. Da das Ganze außerdem hervorragend riecht, können aber müssen Sie die Zitronenkur nicht auswaschen.

Joghurt und kein Fön

Die probiotischen Kulturen in jedem handelsüblichen Joghurt sind nicht nur für die Darmflora nützlich. Treibt Sie das Jucken Ihrer Kopfhaut fast in den Wahnsinn, dann verschaffen sie Ihnen Linderung. Einen Becher Joghurt auf dem Haupt verteilt und die strapazierten Areale atmen auf. Selbstverständlich eignet sich für diese Art Haarwäsche ausschließlich Naturjoghurt, da die meisten fruchtigen Produkte zu viel Zucker beinhalten. Lassen Sie die Masse ruhig 30 Minuten einwirken und waschen Sie sie dann ab. Ermöglichen es die Außentemperaturen oder müssen Sie nicht unbedingt noch außer Haus, sollten Sie keinen Fön benutzen. Der heiße Luftstrom saugt jeden Tropfen Feuchtigkeit auf und macht all Ihre vorherigen Bemühungen binnen weniger Minuten zu Nichte. Qualitativ hochwertige Geräte haben eine Kalt-Funktion. Wenn Sie beispielsweise als Morgenduscher nicht auf Ihren Fön verzichten wollen, schalten Sie zumindest die Hitze-Taste aus.

Das Haarwasser aus dem Wald

Brennnesseln sind in der Hausapotheke ein wichtiger Bestandteil. Doch aus den stacheligen Blättern lässt sich nicht nur Tee kochen. Erhitzen Sie in einem Topf einen halben Liter Obstessig. Ist die Flüssigkeit am Köcheln, geben Sie eine Hand voll Brennnesseln dazu und lassen Sie den Sud mindestens 10 Minuten ziehen. Die beruhigenden Wirkstoffe der Pflanze sind nun im Obstessig. Ist das Ganze abgekühlt, halten Sie ein völlig natürliches Haarwasser in Händen. Reiben Sie sich damit intensiv ein und wiederholen Sie die Anwendung ruhig mehrmals wöchentlich. Verbringt man während der kalten Jahreszeit viele Stunden in überhitzen Räumen, trocknet die Kopfhaut zusätzlich aus. Das die Brennnesseln nicht zwingend frisch sein müssen, holen Sie sich getrocknete und klein geschnittene Blätter aus der Apotheke. Das Prozedere ist das gleiche, nur sollten Sie eine größere Menge an Pflanzen in den Essigsud geben.

Hauptarzt - Ihr Kopfhaut Spezialist