Schuppen und trockene Kopfhaut bei Kindern

Wer der Ansicht ist, Schuppen bei Kindern sei ein "haariges" Problem, der irrt. Grundsätzlich ist die Tatsache, dass sich die Kopfhaut in einem nahezu ständigen Prozess selbst erneuert, als vollkommen normal zu betrachten. Gesetzt den Fall, dass dieser Erneuerungsprozess aber zu intensiv bzw. in zu kurzen Abständen erfolgt, werden Zellen bzw. abgestorbene Hautschüppchen in einem "ungesunden" Übermaß von der Haut abgesondert. Innerhalb kurzer Zeit fügen sich diese zusammen und können sodann deutlich als Schuppen erkannt werden. Fakt also ist, dass Schuppen generell ein Hautproblem sind - und somit keine gesundheitliche Beeinträchtigung der Haare darstellt. Wenn es jedoch um Schuppen bei Kindern geht, ist eine gewisse Vorsicht geboten. Denn mit klassischen Haar- bzw. Kopfhautpflegeprodukten ist diesem Problem in der Regel nicht beizukommen.

Fachliche Meinung ist gefragt

Wie die Erfahrung gelehrt hat, besteht die Möglichkeit, Schuppen zu bekommen, zumeist etwa ab dem 15. Lebensjahr. Haben Sie jedoch bei Kindern jüngeren Alters eine Schuppenbildung festgestellt, so ist es ratsam, zunächst den Hausarzt zu konsultieren. Denn bei jungen Menschen handelt es sich selten um klassische Schuppen, sondern es können grundlegende Erkrankungen vorliegen, deren "Nebenwirkung" Schuppen sind. Nicht zuletzt können diesbezüglich auch eine Hautentzündung, eine Allergie oder gar ein Pilzbefall vorliegen. Nicht zuletzt ist auch eine Schuppenflechte in Betracht zu ziehen.

Gerade bei kleinen Kindern ist es nicht wirklich empfehlenswert, mit normalen Schuppenshampoos zu Werke zu gehen. Sicherlich sind die darin enthaltenen Wirkstoffe wie zum Beispiel Salicylsäure, Schwefel und so weiter generell recht vielversprechende Stoffe, um Verhornungen oder Verkrustungen auf der Haut zu lösen bzw. sie gar nicht erst entstehen zu lassen. Nichtsdestotrotz ist es bei empfindlicher Kinderhaut ratsamer, sanftere Methoden anzuwenden. Sofern die medizinische Ursache der Schuppenbildung geklärt und eine entsprechende Behandlung durchgeführt wird, bleibt abzuwarten, ob oder in wie weit sich die Schuppen im Zuge der Behandlung zurückbilden. Unterstützenderweise kann es jedoch sehr wohl hilfreich sein, die Behandlung durch zusätzliche Pflege - und zwar aus dem Schoß von Mutter Natur - zu forcieren. Neben dem Auftragen der vom Arzt verschriebenen Präparate macht es mitunter Sinn, die Kopfhaut des Kindes vor dem Zubettgehen vorsichtig mit Olivenöl oder einem speziellen Babypflegeöl einzumassieren. Sanfte, schonende und kreisende Bewegungen, die idealerweise über einen Zeitraum von zwei bis fünf Minuten erfolgen, helfen dabei, dass die wohltuenden und fetthaltigen Bestandteile des Öls tief in die oberen Schichten der Kopfhaut eindringen können. Die sanfte Massage in gleichmäßigen Bewegungen trägt ihr Übriges dazu bei, dass die Durchblutung angeregt wird und somit die Pflege ihre volle Wirkung entfalten kann. Nach diesem Treatment zieht das Kind eine weiche Mütze auf, um den Wärmeaspekt zusätzlich zu fördern.

Durchhaltevermögen wird belohnt

Nun hat das Öl die ganze Nacht hindurch die Möglichkeit, die Kopfhaut zu pflegen und mögliche Verkrustungen aufzuweichen oder gar gänzlich zu lösen. Am nächsten Morgen können diese leicht mit einem weichen Kamm oder einem Bürstchen beseitigt werden. Dass Sie hier mit besonderer Vorsicht vorgehen sollten, versteht sich. Anderenfalls kann es gehörig ziepen, sodass es dem kleinen Patienten schwer fallen dürfte, still zu halten. Nachdem dieses Prozedere überstanden ist, kommt ein sanftes Babyshampoo zum Einsatz, sodass das Öl komplett von Haar und Kopfhaut entfernt wird. Idealerweise führen Sie diese Behandlung eine oder zwei Wochen lang jeden Abend vor dem Schlafengehen durch. Natürlich sollten Sie dabei auch nicht versäumen, die vom Arzt verordnete Behandlung fortzuführen.

Immer wieder zeigt sich, welch wohltuenden Effekt Baby- oder Olivenöl haben. Schon bald kann Ihr Kind von dem leidigen Schuppenproblem befreit werden - dank der Hilfe von Mutter Natur.

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