Welche Behandlung gegen Schuppenflechte auf der Kopfhaut wirkt

Psoriasis auf der Kopfhaut erfolgreich behandeln

Kopfhautpsoriasis oder auch Kopfhautschuppenflechte genannt, tritt in Deutschland ungefähr 2 Millionen mal auf. Es ist eine der häufigsten chronisch auftretenden Hauterkrankung und wird in 50% aller Fälle sogar vererbt. Neben der Haut des Körpers ist somit also auch die behaarte Kopfhaut betroffen - die Kopfhautpsoriasis. Es gibt viele wichtige und interessante Informationen über diese Erkrankung und die diesbezüglichen Therapiemöglichkeiten, über die Sie im Folgenden aufgeklärt werden.

Das Krankheitsbild Kopfhautpsoriasis

Im Zeitraum eines Monats erneuert sich die Haut bei gesunden Menschen. Dabei lösen sich abgestorbene Hautzellen als sogenannte "Hornsäckchen" von der Haut ab. Die uns bekannten Schuppen sind nun ein Klumpen von mehreren hundert dieser Zellen. Eine krankhafte Schuppenbildung liegt vor, wenn sogar regelmäßiges Haare waschen diese abgestorbene Haut nicht oder nur zeitweise beseitigen kann. Eine genauere Diagnostik sollte aber von einem Dermatologen (Hautarzt) durchgeführt werden. Der Krankheitsausbruch ist in jedem Alter möglich. Eher selten ist allerdings eine Ersterkrankung im Kindesalter oder bei älteren Menschen. Verschiedene Faktoren spielen bei der Auslösung der Kopfhautpsoriasis eine wichtige Rolle. Dabei können Chemikalien, übermäßiger Alkoholgenuss, Stress, psychische Probleme oder physikalische Einflüsse wichtige Faktoren sein. Die aber eigentlich wirklichen Ursachen dieser Erkrankung sind allerdings nicht geklärt.

Es ist bekannt, dass Ursachen in der Vererbung zu suchen sind. Auch ein Zusammenspiel von Immunsystem und den o.g. Faktoren sind mit dem Ausbruch der Psoriasis in Verbindung zu bringen. Diese Dysfunktion führt dazu, dass die Hauterneuerung nicht mehr einen Monat dauert, sondern nur noch 3-4 Tage. Kopfhautpsoriasis löst bei den Betroffenen unterschiedlich starke Beschwerden aus. Die Behandlung der Psoriasis ist nicht immer einfach. Die Psoriasis-Herde sind meist stark schuppend und klar gegrenzt. Entzündliche rote Stellen weisen auf eine Kopfhautpsoriasis hin. Zudem kommt meist eine kleine Fläche unbehaarter Haut seitlich des Kopfes oder/und im Bereich der Stirn-Haar-Grenze dazu, die ebenfalls von Psoriasis betroffen ist. Außerdem kann auch eine Schuppung und Rötung im Ohrmuschel-Bereich auftreten und Haarausfälle, die aber nicht lang anhaltend sind.

Therapiemöglichkeiten der Kopfhautpsoriasis

Eine Schuppenflechte auf der Kopfhaut sollte von einem Dermatologen unbedingt behandelt werden. Mit einer spezifizierten Therapie lässt sich der Verlauf der Krankheit kontrollieren und bestimmte Symptome beseitigen. Es gibt drei Möglichkeiten diese Art der Psoriasis teilweise zu behandeln. 1. mit speziellen Externa, 2. mit der Einnahme von Medikamenten und 3. mit physikalischen Therapien.

Die Entscheidung, welche Therapieform angewendet wird, hängt von der Schwere und der Ausbreitung der Krankheit ab.

Die Kortikoid-Therapie

Diese Kortikoide sind die am häufigsten angewandten Medikamente bei Psoriasis. Sie werden in verschiedene Stärken der Wirkung eingeteilt und verhindern somit das übertriebene Zellwachstum. Des Weiteren wirken Kortikoide juckreiz- und entzündungshemmend.

Die Kopfhautentschuppung

Wenn über einen längeren Zeitraum eine Kopfhautpsoriasis besteht, baut sich eventuell eine dicke Schuppenschicht auf. Die Entschuppung wird dann in Absprache mit einem Dermatologen mit salicylhaltigen Präparaten durchgeführt.

Die UV-Licht Therapie

Neben medikamentöser Behandlung setzen Ärzte auch auf die Therapie mit UV-Strahlung. Dabei wird eine hohe Strahlenenergie ausgesetzt, die in der Haut Vorgänge beeinflussen und auch mit Medikamenten kombiniert werden. So genannte Lichtkämme sind bis jetzt sehr hilfreich bei der Behandlung von Kopfhautpsoriasis. Vor der UV-Anwendung sollte jedoch die Kopfhaut entschuppt werden.

Um einen optimalen Therapieerfolg der Kopfhautpsoriasis zu erzielen, können auch psychologische Therapien unterstützend dabei helfen. Dabei lernt man den Umgang, Symptome und das Krankheitsbild der Psoriasis kennen.

Sollten auch Sie von Kopfhautpsoriasis betroffen sein, dann lassen Sie sich umfangreich von Ihrem Dermatologen des Vertrauens beraten und erfolgreich behandeln.

Hauptarzt - Ihr Kopfhaut Spezialist